Viel Einigkeit beim CDU-Parteitag

Analyse zum CDU-Parteitag: Stuttgart hat Merz stabilisiert

Quelle: Tagesschau
Analyse zum CDU-Parteitag: Stuttgart hat Merz stabilisiert
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In den vergangenen zwei Tagen fand der CDU-Parteitag in Stuttgart statt und die Partei stellte sich geeint hinter ihren Kanzler. Zuvor wünschten sich CDU-Delegierte gegenüber Journalist:innen eine emotionale, mitreißende Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz: Wenig Außenpolitik, dafür Konkretes zur Rente, zur Teilzeitdebatte und zur Sozialstaatsreform.

Bekommen haben sie eine 75-minütige Rede mit viel Außenpolitik und wenig innenpolitischen Themen, die jedoch trotzdem mit zehnminütigen Standing Ovations geendet ist. Daraufhin wurde Merz mit 91,17 Prozent erneut zum Parteivorsitzenden gewählt. Man wolle sich damit auch von der SPD abheben, die ihren Parteichef Lars Klingbeil mit lediglich 65 Prozent gewählt hatte. Außerdem will man vor den anstehenden Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geeint auftreten.

Einig war man sich ebenfalls bei dem Plan, Social Media für unter 14-Jährige zu verbieten. Anfang 2027 möchte man entsprechende technische Lösungen präsentieren.

Kontrovers waren hingegen die Pläne der Jungen Union. Diese hatte einen 20-Punkte-Plan formuliert, in dem vor allem die Rente stärker in den Fokus genommen werden sollte. Gefordert wird unter anderem die Abschaffung der Rente mit 63, höhere Abschläge bei der Frührente und höhere Beiträge für Menschen ohne Kinder. Die Delegierten stellten sich ausdrücklich nicht hinter den Antrag und überwiesen ihn in die Bundestagsfraktion.

Trotz der Stabilisierung von Friedrich Merz auf dem Parteitag ist die allgemeine Zustimmung in der Bevölkerung ihm gegenüber weiterhin schlecht. Lediglich 25 Prozent der Deutschen sind mit seiner Arbeit zufrieden.