Terrorverdacht
Anschlagspläne in Hamburg: Hinweis kam vom irakischen Geheimdienst
Ein entscheidender Hinweis auf die möglichen Anschlagspläne eines 17-Jährigen, der vergangene Woche in Hamburg festgenommen worden war, kam offenbar vom irakischen Geheimdienst. Dieser hatte den Bundesnachrichtendienst (BND) Ende April auf einen auffälligen Nutzer in einer Telegram-Chatgruppe hingewiesen, die dem Islamischen Staat (IS) nahesteht. In dieser Chatgruppe hatte der Nutzer offenbar mögliche Anschlagspläne mit einem Sprengsatz offenbart, sowie Gruppenmitglieder um Hilfe bei dem Bau eines Zünders gebeten.
Der 17-Jährige war den Sicherheitsbehörden bereits Mitte vergangenen Jahres als IS-Anhänger aufgefallen, und war außerdem wegen eines mutmaßlichen Übergriffs gegen seine Eltern und Geschwister polizeilich bekannt. Der junge Mann soll sich zum Zeitpunkt seiner Festnahme freiwillig in einer psychiatrischen Einrichtung aufgehalten haben.