Ermittlungen gegen 55 Soldaten der Bundeswehr wegen schwerwiegender Vorwürfe.
Bundeswehr untersucht Vorfälle bei Fallschirmjägern – 55 Soldaten betroffen
Quelle: Deutschlandfunk Nachrichten
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Die Bundeswehr hat Ermittlungen gegen 55 Soldaten der Fallschirmjäger in Zweibrücken eingeleitet. Diese Maßnahmen sind das Ergebnis von Vorwürfen, die Rechtsextremismus, sexualisierte Übergriffe und Drogenmissbrauch betreffen. Bisher wurden drei Soldaten aus dem Dienst entfernt und bei 19 weiteren wurde die Entlassung eingeleitet. Bundesverteidigungsminister Pistorius äußerte sich besorgt über die Vorfälle und kritisierte die militärische Führung für eine unzureichende Reaktion. Berichten zufolge gab es in der betroffenen Einheit eine rechtsextreme Clique, die sich durch Hitlergrüße und antisemitische Äußerungen auszeichnete. Zudem wurden Frauen mit sexistischer Sprache und Exhibitionismus konfrontiert. Die Vorfälle haben zu einem umfassenden Handlungsbedarf innerhalb der Bundeswehr geführt.