Ausstattung der Bundeswehr

Bundeswehr plant Anschaffung von Drohnen bei Thiel-Unternehmen

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Bundeswehr plant Anschaffung von Drohnen bei Thiel-Unternehmen
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Bei der Ausstattung der Bundeswehr mit erstmals anzuschaffenden Kamikaze-Drohnen werden Stimmen laut, die eine mögliche Abhängigkeit von ausländischen Technologiekonzernen befürchten. Die Bundeswehr plant die Anschaffung bei zwei Herstellern, dem Berliner Unternehmen Stark Defence sowie dem Münchner Unternehmen Helsing. Gerade Stark Defence, die den größten Teil des Auftrags erhalten sollen, werden kritisch gesehen, da an dem Unternehmen der umstrittene US-amerikanische Investor Peter Thiel beteiligt ist. Thiel ist auch ein enger Vertrauter und wichtiger Unterstützer von Donald Trump. Insgesamt geht es um ein Auftragsvolumen in Höhe von 4,32 Milliarden Euro, über das der Haushaltsausschuss des Bundestages auf Wunsch von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am 25. Februar abstimmen soll. Warum Stark Defence den größten Auftrag bekommen könnte, obwohl noch im Herbst die Drohnen des Herstellers bei Tests Ziele verfehlt hatten, erläuterte das Verteidigungsministerium auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung nicht. SPD-Haushalts- und Verteidigungsexperte Andreas Schwarz forderte mehr Transparenz.

Die Bundeswehr plant die Anschaffung der Drohen zur Unterstützung der deutschen Bundeswehr-Brigade in Litauen, mit der die Abschreckung gegen russische Einflüsse verstärkt werden soll.