Stromexporte
Deutschland exportiert wieder mehr Strom als es importiert
Deutschland hat im ersten Quartal 2026 wieder mehr Strom ins Ausland verkauft, als es von dort eingekauft hat. Das war zuletzt Ende 2023 der Fall. Von Januar bis März gingen 17,9 Terawattstunden Strom ins Ausland, während 15,3 Terawattstunden importiert wurden. Grund dafür waren vor allem die gesunkenen Großhandelspreise. Strom war hier für Versorger günstiger als in vielen Nachbarländern. Deshalb lohnte es sich für ausländische Anbieter häufiger, deutschen Strom zu kaufen. Der größte Abnehmer war dabei Österreich. Für deutsche Versorger gab es dagegen weniger Anlass, Strom aus dem Ausland zu beziehen.
Deutliche Exportsteigerungen gab es bei Stromlieferungen nach Dänemark und Norwegen. Nach Frankreich floss dagegen nur noch etwa halb so viel Strom wie zuvor. Mehr als die Hälfte der Exporte wurde mit erneuerbaren Energien erzeugt, vor allem mit Windkraft an Land. Auch bei den Importen hatten erneuerbare Energien einen Anteil von rund 50 Prozent. Der größte einzelne Anteil stammte dort aber weiter aus Kernenergie.