AfD in Baden-Württemberg
Die zwei Gesichter des Markus F.
Der AfD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg Markus Frohnmaier hat seine Biografie offenbar stark geschönt um bessere Chancen bei der Landtagswahl zu haben Recherchen der Süddeutschen Zeitung zeigen, dass Frohnmaiers rechtsextreme Verbindungen und Kontakte zu prorussischen Kreisen noch immer bestehen, obwohl er das Gegenteil behauptet. Widersprüche gibt es auch zwischen Frohnmaiers Darstellung seines Familienlebens in der schwäbischen Provinz und dem offenbaren Lebensmittelpunkt der Familie in Berlin.
Frohnmaier hatte sich im öffentlichen Walhkampf im Ton zurückgehalten und versucht, salonfähig zu wirken; eine Bemühung, nicht in die extrem rechte Ecke gestellt zu werden. Er hat sich jedoch immer schon am rechten Rand seiner Partei bewegt, gehörte dem „Flügel“ an und war bis 2018 Bundesvorsitzender der Jungen Alternative (JA). Beide wurden vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft und sind inzwischen formal aufgelöst. Darüber hinaus begann Frohnmaiers rechtsextreme Vernetzung bereits vor seiner Zeit in der AfD, etwa als Fördermitglied der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“, oder bei der islamfeindlichen und gewaltbereiten „German Defence League“.