Frankreichs Justiz prüft Epstein-Akten
Frankreichs Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit den neu veröffentlichten Akten zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eine Spezialeinheit eingesetzt. Sie soll prüfen, ob Franzosen in mögliche Straftaten verwickelt waren. Laut der Pariser Staatsanwaltschaft geht es um Hinweise auf sexuelle oder finanzielle Delikte.
Die Ermittler werten die neuen Dokumente aus und gehen zudem konkreten Vorwürfen nach, darunter Hinweise auf einen französischen Diplomaten. Außerdem wird die frühere Ermittlungsakte gegen den Modelagenten Jean-Luc Brunel erneut geprüft. Ihm wurde vorgeworfen, den Transport und die Unterkunft von jungen Mädchen und Frauen für Epstein organisiert zu haben. Nach Brunels Tod in Untersuchungshaft 2022 waren die Ermittlungen eingestellt worden.
Seit der Veröffentlichung von Millionen Dokumenten im Januar geraten auch in Frankreich Politiker und Prominente unter Druck, deren Namen in den Akten auftauchen.