Doch kein Betrug
FAKTENCHECK: Verwirrung um angeblich gefakte DHL-Abholscheine
Seit Anfang des Jahres kam es immer häufiger zu Warnungen vor einer neuen Betrugsmasche mit gefakten DHL-Abholscheinen. Nach Angaben der Polizei soll es sich hierbei um sogenanntes „Quishing“, also QR-Code-Phishing handeln, wobei mittels QR-Codes persönliche Daten, Zugangsdaten und Zahlungsinformationen abgegriffen werden. Sowohl die Verbraucherzentrale Bremen als auch DHL selbst warnten infolgedessen vor der angeblichen Betrugsmasche. Nun stellt sich heraus, dass bei diesen Warnungen meist die gleichen zwei Abholscheine gezeigt wurden, bei dem die QR-Codes jeweils auf eine Subdomain der offiziellen DHL-Domain führen – es handelt sich dabei also um echte Zustellbescheinigungen. Nach den Recherchen des österreichischen Faktencheck-Vereins Mimikama korrigierte die DHL ihre Darstellung. Bundesweit sei kein Fall von gefakten physischen Benachrichtigungskarten bekannt, teilte eine DHL-Sprecherin mit.
Trotzdem ist die Gefahr bezüglich Quishing real: Grundsätzlich sollte man nicht voreilig QR-Codes scannen oder sonstige verdächtige Links in E-Mails oder SMS anklicken, sagt die Rechtsexpertin Parsya Baschiri gegenüber der ARD.