Bundesanwaltschaft
Iranische Agenten sollen Mord an Volker Beck vorbereitet haben
Zwei mutmaßliche iranische Agenten sollen offenbar einen Mordanschlag auf den Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck (Grüne), geplant haben. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die beiden Männer Ali S. aus Dänemark und Tawab M. aus Afghanistan erhoben. Zudem sollen sie auch Josef Schuster, den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, ausgespäht haben. Hinweise für die Gefährdung sollen offenbar vom israelischen Geheimdienst gekommen sein.
Beide Angeklagten wurden bereits 2025 in Dänemark festgenommen. In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft heißt es, Ali S. „arbeitet für den Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarde und unterhält enge Kontakte zu deren Spezialeinheit Quds-Kräfte.“ Ihm werden unter anderem geheimdienstliche Agententätigkeit, Agententätigkeit zu Sabotagezwecken sowie der Versuch der Beteiligung an Verbrechen des Mordes vorgeworfen.
Beck forderte diplomatische Konsequenzen und eine bessere Arbeit der deutschen Behörden, und rief Außenminister Johann Wadephul (CDU) dazu auf, den iranischen Botschafter in Deutschland auszuweisen.