Deutsche Autoindustrie
»Jetzt sind wir wieder da: in der völligen Unsicherheit«
Donald Trump hat am 1. Mai neue Importzölle angekündigt. Betroffen ist diesmal die Autoindustrie. Noch in dieser Woche sollen Zölle in Höhe von 25 Prozent auf europäische Autoimporte in die Vereinigten Staaten gelten, anstatt der bisherigen 15 Prozent.
Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Forschungszentrum CAR in Bochum sagte, die Anhebung der Zölle von bislang 15 auf künftig 25 Prozent auf Neuwagen bedeute eine zusätzliche finanzielle Belastung von rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft spricht von kurzfristigen Produktionsverlusten von 15 Milliarden Euro und langfristigen Verlusten von 30 Milliarden Euro.
Immer mehr deutsche Autohersteller verlagern zudem Werke in die USA, um dem Zollaufschlag zu entgehen. Bis auf BMW haben alle Autobauer in den vergangenen Monaten Stellenstreichungen an deutschen Standorten beschlossen. Grund dafür ist neben steigendem Druck von chinesischen Mitbewerbern sowie der schwachen Nachfrage in Europa auch der eingebrochene US-Markt.