Großbritannien

Liebe Briten, verabschiedet euch von Starmer und vom Brexit

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Liebe Briten, verabschiedet euch von Starmer und vom Brexit
Bildquelle: Mark from Brighton, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die kürzlich stattgefundenen Lokalwahlen in Großbritannien haben deutlich gemacht, dass das traditionelle Zwei-Parteien-System aus Labour und den konservativen Tories brüchig geworden ist.  Der britische Premierminister Keir Starmer sieht sich weiter unter Druck, während die Labour Partei von den britischen Grünen links, und von Nigel Farages Reform UK rechts überholt wird, und während die Lebenshaltungskosten im Land bei stagnierenden Einkommen immer weiter steigen.

Ein sicherer Faktor dabei ist der vor zehn Jahren beschlossene EU-Ausstieg, der dem Land nachhaltig schwer geschadet hat. Eine Studie des National Bureau of Economic Research zeigte, dass ohne den EU-Ausstieg das britische Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um bis zu acht Prozent höher gewesen wäre. Deutlich mehr als die Hälfte der Briten wünschen sich heute in die EU zurück, aber Starmer hatte einen Wiedereintritt in den europäischen Binnenmarkt oder die Zollunion lange kategorisch ausgeschlossen.

Starmers innerparteilicher Nachfolger sollte den Weg zurück in die EU suchen, und sich nicht mehr davor scheuen, über die katastrophalen Folgen des Brexit und eine mögliche erneute EU-Mitgliedschaft zu sprechen.

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