Freihandelsabkommen unterzeichnet
Mercosur-Abkommen in Paraguay unterzeichnet
Nach über 25 Jahren wurde heute das Mercosur-Abkommen in Paraguay unterschrieben. Dabei handelt es sich um ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Durch das Abkommen sollen Handelsbeziehungen zwischen der EU und den teilnehmenden Ländern erleichtert werden, indem Zölle auf einen großen Teil der Exporte gesenkt werden beziehungsweise ganz wegfallen. Davon profitiert u.a. besonders die deutsche Autoindustrie, auf deren Exporte bislang 35-prozentige Zölle aufgeschlagen wurden. Aber auch sowohl der Maschinenbau- und Pharma-Industrie, als auch dem Agrar-Sektor kommt das Mercosur-Abkommen zu Gute. Man erhofft sich eine Steigerung der EU-Exporte nach Südamerika um 39 Prozent. Sowohl in der EU als auch in den betroffenen Mercosur-Staaten dürfte das Abkommen etliche neue Arbeitsplätze schaffen. Nun muss nur noch das EU-Parlament dem Abkommen zustimmen.
Kritik kommt vor allem von Landwirt:innen und Umweltschützer:innen. Im Agrarbereich besteht die Sorge, dass durch das Abkommen billigere Lebensmittel die heimischen Produkte vom Markt drängen könnten. Umweltschutz-Organisationen wie Greenpeace argumentieren, dass das Abkommen die Klimazerstörung vor Ort noch weiter ankurbelt.ℹ︎
Mercosur ist eine südamerikanische Wirschaftsorganisation, bestehend aus Arentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela und Bolivien. Venezuela ist seit 2017 suspendiert, Bolivien ist vorerst nicht Teil des Mercosur-Abkommens mit der EU. Das Mercosur-Gebiet ist die sechstgrößte Wirschaftsregion der Welt.
Die Quellenangabe erfolgt über das im Text verlinkte ℹ︎.