Millionenschaden durch Trickbetrug - deutlicher Anstieg zu erkennen

Quelle: Zeit
Millionenschaden durch Trickbetrug - deutlicher Anstieg zu erkennen
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Auf kreative und überzeugende Weise täuschen Trickbetrüger ihre Opfer. Häufig geschieht dies durch sogenannte Schockanrufe, den Enkeltrickbetrug oder Anrufe angeblicher Polizeibeamter. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) ist der geschätzte Gesamtschaden von rund 4,7 Millionen Euro im Jahr 2024 auf etwa 6,5 Millionen Euro im Jahr 2025 gestiegen.

Die Täter kontaktieren ihre Opfer meist über im Telefonbuch veröffentlichte Telefonnummern. Die Vorgehensweisen ähneln sich dabei häufig.

Bei Schockanrufen täuschen die Betrüger eine akute Notlage vor. So geben sie beispielsweise an, ein Angehöriger sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, und fordern anschließend Prozess- oder Kautionskosten. Ende August 2025 erhielt ein 68-Jähriger einen Anruf seiner angeblichen Tochter. Im weiteren Verlauf wurde das Gespräch von einem falschen Polizisten übernommen, der das Opfer über einen angeblichen Verkehrsunfall mit Todesfolge informierte. Um eine Inhaftierung der Tochter zu verhindern, übergab der Mann eine fünfstellige Kautionssumme an die Täter.
(Hinweis: Polizei und Staatsanwaltschaft verlangen niemals Kautionszahlungen, um Angehörige vor einer Inhaftierung zu bewahren.)

Beim sogenannten Enkeltrickbetrug täuschen die Täter eine familiäre Beziehung vor, um Geldforderungen zu stellen. Bei einer weiteren Masche geben sie sich als Polizeibeamte aus, um an Bargeld oder Wertsachen zu gelangen.

Ein weiterer häufig auftretender Betrugsfall ist der sogenannte Liebesbetrug. Dabei bauen die Täter eine vermeintliche Liebesbeziehung zu ihren Opfern auf und erfinden wiederholt neue Gründe, warum finanzielle Unterstützung benötigt werde. Im April informierte die Polizei über einen Fall, bei dem eine 66-jährige Frau insgesamt 89.000 Euro an einen vermeintlichen Liebhaber überwiesen hatte.

Tipps, wie man vermeiden kann, Opfer von Trickbetrügern zu werden, finden sich unter anderem auf der Website der polizeilichen Kriminalprävention (polizei-beratung.de).