Der Deutsche Richterbund meldet einen Rekord an unerledigten Justizfällen in Deutschland.
Personalmangel belastet Justiz: Rekordzahl unerledigter Fälle führt zu abgebrochenen Ermittlungen
In Deutschland haben die unerledigten Justizfälle einen neuen Höchststand erreicht, wie der Deutsche Richterbund berichtet. Der Bundesgeschäftsführer Rebehn teilte mit, dass sich in den Staatsanwaltschaften mittlerweile eine Million Fälle stapeln würden. Dies führt dazu, dass Ermittlungen häufig vorzeitig eingestellt werden müssen, da es an Personal für eine umfassende Strafverfolgung mangelt. Laut Rebehn endet nur noch jedes 16. Strafverfahren mit einer Anklage vor Gericht. Die Personalsituation hat auch zur Folge, dass wöchentlich ein dringend Tatverdächtiger aus der Untersuchungshaft entlassen werden muss, da sich die Gerichtsverfahren zu lange hinziehen. Diese Entwicklungen werfen Fragen zur Effizienz und Funktionsfähigkeit des Justizsystems auf.