Armenien

Russland erhöht vor Armeniens Wahl den wirtschaftlichen Druck

Quelle: Tagesschau
Russland erhöht vor Armeniens Wahl den wirtschaftlichen Druck
Bildquelle: unsplash Anastasiya D

Armenien wählt heute ein neues Parlament, während das Verhältnis zu Russland und eine stärkere Annäherung an die EU den Wahlkampf prägen. Ministerpräsident Nikol Paschinjan will die Abhängigkeit seines Landes von Moskau verringern und langfristig eine EU-Perspektive verfolgen. Russland sieht Armenien jedoch weiter als Teil seines Einflussbereichs und erhöht den Druck, unter anderem durch Handelsbeschränkungen gegen armenische Waren. Die EU reagiert darauf mit einem geplanten Hilfspaket von 50 Millionen Euro. Wirtschaftlich bleibt Armenien stark von Russland abhängig, weshalb Paschinjans Gegner seine Westorientierung kritisieren. Herausgefordert wird er besonders vom kremlnahen Wahlbündnis Starkes Armenien um den russisch-armenischen Oligarchen Samwel Karapetjan. Paschinjans Partei Zivilvertrag gilt zwar weiter als Favorit, Umfragen zeigen aber, dass die oppositionellen und eher russlandfreundlichen Kräfte aufholen.