Schuldenstand steigt auf fast 2,7 Billionen Euro
Deutschland sitzt laut dem Statistischen Bundesamt auf einem Schuldenberg von 2.66 Billionen Euro. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die den Stand bis Ende 2025 abbilden. Das sind 151 Milliarden mehr als im Jahr 2024 und ein Anstieg von ca. 6%. Mit 1,84 Billionen Euro macht der Bund den Großteil aus. Dass dieser Wert im Schlussquartal nochmal um 32,2 Milliarden Euro nach oben ging, hat vor allem mit den Sondervermögen zu tun, die für Bundeswehr, Infrastruktur und Klimaschutz eingerichtet wurden. Auf kommunaler Ebene sah es nicht besser aus. Die Städte und Gemeinden stehen nun mit 196,3 Milliarden Euro in der Kreide. 5,3 Prozent mehr als noch im Vorquartal. Die Länder kamen auf 624,6 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 1,4 Prozent. Positiv stach lediglich die Sozialversicherung heraus, die ihre Schulden um 2,5 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro senken konnte. Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, kritisierte die Haushaltspolitik. Von "XXL-Ausgaben" war die Rede, und Holznagel rechnete vor: Obwohl der Staat inzwischen über 1.000 Milliarden Euro an Steuern einnimmt, könnte die Gesamtverschuldung bereits im nächsten Jahr die 3.000-Milliarden-Marke überspringen. Die veröffentlichten Zahlen sind bisher vorläufig, Ende Juli werden die endgültigen Werte erwartet.