Social-Media-Verbot: Denken Sie an die Zukunft Ihrer Kinder
Die politische Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche hatte in den letzten Monaten über Parteigrenzen hinweg Zuspruch gefunden. Auch die EU-Kommission prüft aktuell ein entsprechendes Verbot, es gibt parallele Vorstöße in Großbritannien und Australien. Kritiker fragen in diesem Zusammenhang nach potenziellen Gefahren hinsichtlich von Grundrechten, und weisen auf die Kosten eines Verbotes hin, sowie auf Datenschutzprobleme und Schwachstellen für Kontrollen bei Gesichtserkennung. Der datenschutzkonforme Weg, den die EU mittels eines digital wallet gehen will, ist technisch bislang noch nicht verfügbar, erst 2027 soll diese Technik eingeführt werden.
Überlegungen, soziale Medien sicherer für Kinder und Jugendliche zu gestalten, sind angesichts von wenig bis gar keiner Regulierung im Netz bei vielen Plattformen ein wichtiger Ansatz. Algorithmen setzen junge Menschen in sozialen Medien schädlichen Inhalten wie Fake News, Pornografie, Kriegsbildern und Gewalt aus. Kritiker des Verbotes merken jedoch an, dass man solche Inhalte auch überall anders im Internet finde, und dass die Evidenz dafür, dass TikTok und Instagram die junge Generation süchtig oder depressiv machen, allenfalls schwach sei. Ein Verbot würde den Zugang zwar komplizierter machen, aber andere Online-Plattformen wären weiterhin auch für Jugendliche nutzbar. Die Gefahr einer möglichen Kompromittierung bei Grundrechten für alle Bürger dagegen sei unmittelbar zu bedenken.