Atomkraft
Spahn will Debatte um AKW-Reaktivierung
Unionsfraktionschef Jens Spahn sprach sich für eine mögliche Wiederinbetriebnahme stillgelegter Atomkraftwerke in Deutschland aus. Es sei deutlich günstiger, stillgelegte Reaktoren wieder ans Netz zu bringen, als neue Kernkraftwerke zu bauen. Auch die AfD hatte einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht, der einer ähnlichen Argumentation folgte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den Atomausstieg zuvor als „irreversibel“ bezeichnet. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) lehnte einen Wiedereinstieg ab. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD im Bundestag Dirk Wiese erteilte Spahns Überlegungen eine Absage und betonte, Atomkraft sei „die teuerste und die gefährlichste aller Energien und die Endlagersuche für die Altlasten ist bis heute nicht geklärt.“
Vor dem Hintergrund der Energiekrise ist die Debatte um Atomkraftwerke zuletzt wieder entfacht. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Abkehr von der Atomenergie als strategischen Fehler bezeichnet. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte eine Abkehr vom Ausstieg und kündigte an, Mini-Atomkraftwerke in Bayern zu planen.