Um Sozialstaat und Rente zu sichern
Spanien will Status von 500.000 Einwanderern legalisieren
Die spanische Regierung will den Aufenthaltsstatus von schätzungsweise rund einer halben Million Migrant:innen ohne gültige Papiere legalisieren. Die Regierung des Sozialisten Pedro Sánchez werde das entsprechende Dekret zeitnah verabschieden. Es betrifft Menschen, die seit mindestens fünf Monaten in Spanien leben und vor dem 31. Dezember 2025 internationalen Schutz beantragt haben, einschließlich ihrer in Spanien lebenden Kinder. Mit dem Schritt verfolgt Sánchez' Regierung einen migrationsfreundlicheren Kurs als viele andere EU-Staaten und begründet ihn mit Arbeitskräftemangel, demografischem Wandel und der Sicherung des Sozialstaats.
Die Öffnung für Migration wirkt sich laut Regierung und Ökonomen positiv auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt aus. Im vergangenen Jahr entstanden in Spanien über 600.000 neue Arbeitsplätze, ein großer Teil davon für Beschäftigte ausländischer Herkunft (43 Prozent). Die Arbeitslosenquote fiel auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren, auch wenn sie im EU-Vergleich weiterhin hoch bleibt. Neben Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarktreformen gilt die Einwanderung als wichtiger Faktor für die Entwicklung in Branchen wie Tourismus, Pflege und Gastgewerbe.