Wegen Iran-Eskalation
Straße von Hormus „praktisch geschlossen“ – Experten befürchten Krise für Ölhandel
In Reaktion auf die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran wächst die Sorge um die Straße von Hormus. Über die Meerenge laufen rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gastransports. Eine offizielle Schließung gibt es bislang nicht, allerdings erhielten Schiffe Funksprüche mit der Warnung, die Passage aus Sicherheitsgründen nicht zu durchfahren.
Eine komplette Schließung der Straße von Hormus wäre historisch beispiellos: Selbst im Iran-Irak-Krieg in den 1980er-Jahren wurde die Durchfahrt von Handelsschiffen nicht komplett gestoppt. Sollte der militärische Konflikt andauern, würde die Ölversorgung aus beispielsweise Saudi-Arabien stark beeinträchtigt werden und somit einen weltweiten Preisschock auslösen. Schon am Freitag stieg der Preis pro Barrel Öl auf 67 Dollar. Ein Ölanalyst bezeichnet eine potentielle Blockade als „politischen Selbstmord“ für den Iran.