Umstrittene Walrettung
Tierärzte und Geldgeber kritisieren Freilassung des Buckelwals
Die Freilassung des Buckelwals, der in einem gefluteten Lastschiff durch die Ostsee Richtung Nordsee transportiert wurde, lief offenbar chaotisch und von groben Fehlern begleitet ab, so eine Tierärztin. Inzwischen distanzieren sich selbst die privaten Geldgeber der Initiative von den Umständen der Freilassung. Zwei Tierärztinnen seien nicht zu der Barge gelassen worden, um den Gesundheitszustand des Wals zu überprüfen. Offenbar soll bei der Freilassung auch versucht worden sein, den Wal mit Seilen an der Schwanzfluke aus der Barge zu ziehen, was für die Tiere schädlich ist.
Der umstrittene Transport des Wals hatte entgegen wissenschaftlicher Gutachten und tierärztlichen Rats stattgefunden. Ohne eine Verfolgung des Tieres mit GPS-Daten über einen längeren Zeitraum ist es nicht möglich, den Erfolg der Rettung zu beurteilen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern teilte am Montag mit, man habe „keine Daten/Informationen zum Zustand oder Aufenthaltsort des Wales“ erhalten.