Schock, Trauer und Forderungen nach mehr Schutz
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Regionalexpress bei Kaiserslautern hat bundesweit Entsetzen ausgelöst. Der 36-Jährige war am Montag bei einer Fahrkartenkontrolle von einem Fahrgast angegriffen worden und erlag heute seinen schweren Verletzungen. Politik, Bahn und Gewerkschaften zeigten sich schockiert und forderten verstärkt Maßnahmen zum Schutz von Bahnmitarbeitenden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach sich für härtere Strafen und einen besseren strafrechtlichen Schutz aus, auch mehrere Ministerpräsident:innen drängten auf Konsequenzen. Am Nachmittag soll es eine bundesweite Schweigeminute geben.
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Übergriffen auf Bahnpersonal ein. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden im vergangenen Jahr fast 3.000 Bahnmitarbeiter:innen Opfer von Straftaten, darunter mehr als 1.200 Körperverletzungen. Gewerkschaften berichten von zunehmender Gewalt und mangelnder politischer Reaktion. Auch gestern war in Hamburg ein Bahnmitarbeiter bei einem Angriff schwer verletzt worden. Meinungsmache berichtete.