Seit Kriegsbeginn
UN melden bis zu 3,2 Millionen Vertriebene in Iran
Seit Ausbruch des Krieges sind laut des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bis zu 3,2 Millionen Menschen innerhalb Irans geflohen, vor allem aus Teheran in ländliche Gebiete und den Norden des Landes. Besonders gefährdet sind afghanische Flüchtlinge, die bereits zuvor in prekären Verhältnissen lebten. Sollte der Konflikt andauern, rechnet das UNHCR mit einem weiteren Anstieg der Binnenvertriebenen.
In Deutschland wächst die Sorge vor grenzüberschreitenden Fluchtbewegungen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigte weitere 93 Millionen Euro humanitärer Hilfe für den Nahen und Mittleren Osten an, womit sich die Gesamtsumme der vergangenen Monate auf bis zu 188 Millionen Euro beläuft. Innenpolitisch fordert die CSU strikte Grenzkontrollen und Asylverfahren direkt an den EU-Außengrenzen, unter anderem um mögliche Unterstützer der iranischen Führung fernzuhalten. Laut des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge erhielt zuletzt nur etwa jede:r vierte Asylbewerber:in aus Iran die Erlaubnis, in Deutschland zu bleiben. Ob der Krieg zu einer größeren Fluchtwelle führt, sei derzeit noch nicht absehbar.