Folgen des Truppenabzugs
US-Abzug aus Deutschland könnte Tausende Jobs gefährden
Der angekündigte Abzug von 5.000 US-Soldat:innen aus Deutschland könnte laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und der Universität zu Köln erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Die Forschenden rechnen mit dem Verlust von rund 2.650 Vollzeitstellen in den betroffenen Regionen. Ein Großteil der Arbeitsplätze würde demnach nicht direkt auf den Militärbasen wegfallen, sondern durch sinkende Kaufkraft und eine geringere Nachfrage nach lokalen Dienstleistungen und Produkten. Besonders betroffen seien zivile Beschäftigte auf den US-Stützpunkten, die laut Studie oft langfristig schlechtere Job- und Einkommenschancen haben. Auch Kommunen müssten voraussichtlich mit sinkenden Steuereinnahmen und finanziellen Belastungen rechnen. Grundlage der Untersuchung sind Erfahrungen aus dem Truppenabzug nach dem Ende des Kalten Krieges, als rund 200.000 US-Soldat:innen Deutschland verließen.