US-Notenbank
US-Senat bestätigt Warsh als Fed-Chef
Kevin Warsh wird neuer Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Der US-Senat bestätigte den früheren Fed-Gouverneur, den US-Präsident Donald Trump für das Amt vorgeschlagen hatte, mit 54 zu 45 Stimmen. Warsh löst Jerome Powell ab, dessen Amtszeit an der Spitze der Fed Mitte Mai endet. Die Entscheidung fällt in eine angespannte Phase. Trump hatte Powell wiederholt für aus seiner Sicht zu hohe Zinsen kritisiert und niedrigere Leitzinsen gefordert. Demokratische Senatoren warnten deshalb vor politischem Einfluss auf die unabhängige Notenbank und bezeichneten Warsh als möglichen Kandidaten im Sinne des Präsidenten.
Warsh wies diese Vorwürfe zurück und sagte, er habe Trump keine bestimmte Zinsentscheidung zugesagt. Powell will nach dem Ende seiner Amtszeit als Fed-Chef weiter im Zentralbankrat mitentscheiden. Warsh kündigte unterdessen Reformen an: Die Fed solle weniger über mögliche künftige Zinsschritte kommunizieren und ihre Entscheidungen stärker an aktuellen Wirtschaftsdaten ausrichten.