USA kündigen Teilabzug an und setzen Deutschland unter Druck
Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf die Ankündigung der USA, rund 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) macht deutlich, dass weiterhin etwa 40.000 US-Soldaten im Land stationiert sind und der angekündigte Abzug deshalb vergleichsweise gering ausfällt. Zugleich verweist die Nato darauf, dass Details der Entscheidung noch unklar sind und weiterer Abstimmungsbedarf besteht. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund politischer Spannungen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump nach deutscher Kritik am Irankrieg und wird als mögliche Reaktion darauf eingeordnet.
Neben dem Truppenabzug gilt vor allem die Entscheidung der USA als bedeutsam, geplante Mittelstreckenraketen nicht wie vereinbart in Deutschland zu stationieren, was nach Einschätzung von Experten die Abschreckungsfähigkeit der Nato beeinträchtigt. Insgesamt entsteht für Deutschland zusätzlicher sicherheitspolitischer Handlungsdruck, auch wenn zentrale US-Standorte bestehen bleiben.