Nach Niederlage für Orban
Was die Ungarn-Wahl für die AfD bedeutet
Das Ende der Orban-Ära in Ungarn ist eine Zäsur mit Auswirkungen auf die Allianz der Neuen Rechten in Europa. Mit der Wahlniederlage von Viktor Orban habe die Neue Rechte einen herben Schlag erlitten, so der Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder. Orban sei eine wichtige Referenzperson für rechte Parteien in Europa gewesen, mit ihm gehe auch ein Brückenbauer zwischen den verschiedenen Lagern der Neuen Rechten verloren. AfD-Chefin Alice Weidel dankte Orban auf der Plattform X für seine Verdienste, sie hatte auch Orbans Wahlkampf unterstützt. Innerhalb der AfD ist derweil eine Debatte darüber ausgebrochen, was das Ende Orbans für die Partei bedeutet. Laut Einschätzung von Schroeder werden nun Akteure erstarken, die sich weniger an außenpolitische Galionsfiguren heften, „sondern mehr einen eigenen Weg befürworten.“