US-Militär

Was eine Bodenoffensive im Iran bedeuten würde

Quelle: Zeit
Was eine Bodenoffensive im Iran bedeuten würde
Bildquelle: Staff Sgt. Jeremiah Meaney, Public domain, via Wikimedia Commons

Nach Informationen des Nachrichtenportals Axios und des Wall Street Journals könnten die USA bis zu 10.000 zusätzliche Soldat:innen in die Golfregion verlegen. Unter den bereits entsandten Truppen sind auch die 82. Luftlandedivision der Fallschirmjäger und das 31. Marineexpeditionskorps. Die beiden Einheiten sind darauf spezialisiert, Landeoperationen hinter feindlichen Linien in Vorbereitung einer Bodeninvasion auszuführen.

Was genau mit einer Bodenoffensive erreicht werden soll, ist weiterhin unklar. Die US-Regierung hatte eine Vielzahl von unterschiedlichen und widersprüchlichen Gründen genannt. Mit einem Einsatz von Bodentruppen dürften Trumps Zustimmungswerte jedoch weiter sinken. Bereits jetzt wurden mehr als 300 amerikanische Soldat:innen verwundet, einige getötet. Mit einem Angriff an Land dürften die Zahlen drastisch steigen, da das iranische Regime gut auf einen Krieg im eigenen Land vorbereitet ist. Die Revolutionsgarde und ihre Milizen wurden in den vergangenen Jahrzehnten im asymmetrischen Gefecht ausgebildet, ihre Eliteeinheiten haben Kampferfahrung in Syrien und im Libanon.

Mögliche Ziele für einen Einsatz könnten eine Besetzung der Insel Charg, Absicherung der Straße von Hormus, oder die Besetzung von Uranlagerstätten sein. Jede dieser Optionen wäre sehr risikoreich, US-Soldat:innen wären in jedem Fall iranischen Gegenangriffen ausgesetzt. Staats- und Regierungschefs in Europa befürchten derweil eine weitere Eskalation durch Trump. Die europäischen Nato-Staaten lehnen eine Ausweitung des Kriegs mehrheitlich ab.