Riss im MAGA-Lager
Wie der Iran-Krieg Trumps Anhänger spaltet
Die US-israelischen Angriffe auf den Iran und der Kampf um die Deutung des Krieges spalten die Anhänger von US-Präsident Donald Trump. Tiefe ideologische Gegensätze klaffen zwischen christlichen Zionisten auf der einen Seite, und christlichen Nationalisten auf der anderen. Erstere bilden einen mächtigen Block im Lager weißer evangelikaler Christen und damit auch in der MAGA-Bewegung. Ihnen geht es nicht um Israel als sichere Heimat für Juden, sondern um das „Heilige Land“, in dem sie nach endzeitlichen Kriegen die Wiederkunft Christi erwarten. Die Strömung der christlichen Nationalisten dagegen vertreten einen „America First“ Isolationismus, und verstehen darunter vor allem die Absage an jegliche Verantwortung für den Rest der Welt. Der frühere Starmoderator von Fox News Tucker Carlson ist einer ihrer prominentesten Vertreter, und sagte in seinem neuesten Podcast: „Das ist einzig und allein Israels Krieg.“ Die religiöse Überhöhung des Krieges ruft auch Kritik aus dem Militär selbst hervor. In einer E-Mail an die Bürgerrechtsorganisation Military Religious Freedom Foundation beschwerten sich Soldaten, ihr Kommandant habe den Krieg als „Teil von Gottes Plan“ bezeichnet.