Gestrandete Urlauber

„Wir sind jetzt Flüchtlinge“

Quelle: Süddeutsche Zeitung
„Wir sind jetzt Flüchtlinge“
Bildquelle: Konstantin Von Wedelstaedt GFDL 1.2, via Wikimedia Commons

Seit Beginn des Iran-Kriegs sitzen etwa 30.000 deutsche Touristen in den Urlaubsgebieten am Golf fest, etwa in Dubai, Doha oder auf Kreuzfahrtschiffen. Ein paar Tausend sind in den vergangenen Tagen ausgeflogen worden, zum Teil mit Maschinen der Bundesregierung, in erster Linie aber von den Reiseveranstaltern selber. Flugtickets für vereinzelt angebotene Flüge kosten oft Tausende Euro, die Flugverbindungen sind nach wie vor nicht garantiert. Viele der Touristen haben ihre Reise zu einem Zeitpunkt gebucht, als keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorlag, wie Außenminister Johann Wadephul (CDU) zunächst fälschlich behauptet hatte. Laut Wadephul hätten die Reisenden eine Mitverantwortung für ihre Sicherheit, allerdings haben Recherchen des ZDF herausgefunden, dass offenbar nicht einmal deutsche Diplomaten die Gefahr für die Golfregion korrekt eingeschätzt haben.