Nach den Epstein Akten

Xavier Naidoo und die Kinder­fresser: Neuer Aufwind für Verschwörungs­ideologen

Quelle: RedaktionsNetzwerk Deutschland
Xavier Naidoo und die Kinder­fresser: Neuer Aufwind für Verschwörungs­ideologen
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Bei einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt in Berlin sprach der Sänger Xavier Naidoo vor rund 300 Menschen über Verschwörungstheorien rund um die Epstein-Akten. Seit der Veröffentlichung der Akten durch das US-Justizministerium sehen viele Verschwörungsideologen ihre vielfach widerlegten Erzählungen angeblich bestätigt. Dabei geht es insbesondere immer wieder um die Verbreitung von auch antisemitischen Narrativen des Kindermordes und des Kannibalismus durch die sogenannten globalen Eliten, was auch zentraler Teil der „QAnon“ Ideologie aus den USA ist. Auch Naidoo griff diese verschwörungstheoretischen Narrative des Kindesmordes und des Kannibalismus auf. Kinderschutzorganisationen warnen seit langem vor den gefährlichen Auswirkungen solcher Bewegungen, unter anderem wären Kinderschutzhotlines durch Anrufe mit wirren Erzählungen überlastet und tatsächliche Notfälle könnten deshalb nicht angenommen werden.

Während die Epstein-Akten sehr wohl belegen, dass es ein weitreichendes Netzwerk aus mächtigen Angehörigen wirtschaftlicher, politischer, kultureller und wissenschaftlicher Eliten gab, fehlen Belege für die Schauergeschichten über Kannibalismus und Ritualmorde, die sich Verschwörungsanhänger zu eigen gemacht haben.