Institut der deutschen Wirtschaft
Zugewanderte Fachkräfte meiden Ostdeutschland
Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass zugewanderte Fachkräfte deutlich häufiger in westdeutsche Bundesländer und Stadtstaaten ziehen, ostdeutsche Bundesländer werden dagegen eher gemieden. Laut Zahlen des IW war demnach im Jahr 2024 rund ein Viertel der Fachkräfte in Hamburg, Berlin und Bremen im Ausland geboren, in Hessen und Baden-Württemberg lag der Anteil bei knapp über 20 Prozent. Im Osten dagegen sind nur rund sieben Prozent der qualifizierten Fachkräfte Zugewanderte.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), betonte in diesem Zusammenhang die Herausforderungen des demografischen Wandels. Gegenüber Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Kaiser, Ostdeutschland sei angesichts des Fachkräftemangels auf Zuwanderung angewiesen, aber populistische Parteien, die Ressentiments gegenüber zugewanderten Menschen schürten, stellten dabei eine Gefahr dar. Die AfD liegt derzeit in den fünf ostdeutschen Bundesländern bei Umfragen zwischen 34 und 39 Prozent.