Unterhaltsvorschuss

80.000 Kinder könnten von Kürzung betroffen sein

Quelle: Tagesschau
80.000 Kinder könnten von Kürzung betroffen sein
Bildquelle: unsplash Tingey Injury Law Firm

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will die Reform des Unterhaltsvorschusses noch im Juli ins Kabinett bringen. Geplant ist, die Leistung künftig nur noch bis zum 16. Geburtstag eines Kindes zu zahlen, statt wie bisher bis zum 18. Geburtstag. Nach Angaben des Ministeriums würde das rund 80.000 Kinder betreffen. Der Unterhaltsvorschuss hilft Alleinerziehenden, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil nicht zahlt oder zu wenig Unterhalt überweist.

Prien verweist auf die Sparvorgaben im Bundeshaushalt und die stark gestiegenen Ausgaben seit der Reform von 2017. Allein der Bund soll dadurch 245 Millionen Euro einsparen. Säumige Unterhaltspflichtige sollen zugleich stärker unter Druck gesetzt werden, etwa durch einen möglichen Entzug der Fahrerlaubnis. Kritik an der Reform kommt unter anderem von der SPD.