Mutmaßlicher CSD-Attentäter

Abdul B. wollte offenbar nach Mauretanien auswandern

Quelle: Tagesschau
Abdul B. wollte offenbar nach Mauretanien auswandern
Bildquelle: unsplash Daniel Born

Der mutmaßliche Attentäter des Berliner Christopher Street Day, Abdul B., wollte offenbar nach Mauretanien auswandern und sich dort einem radikalen Prediger aus Berlin anschließen. Sicherheitsbehörden beobachten, dass das westafrikanische Land zunehmend Islamisten aus Europa anzieht. Koranschulen und abgelegene Glaubenszentren könnten dabei auch Kontakte zu dschihadistischen Gruppen vermitteln. Abdul B. wurde im Mai 2025 kurz nach seiner Ankunft in Mauretanien von dortigen Grenzbeamten aufgegriffen und nach Deutschland zurückgeschickt. Zuvor hatte er engen Kontakt zu dem deutsch-ägyptischen Prediger Amir Abo A., der seit 2024 dort lebt und in Berlin als wichtige Figur der salafistischen Szene galt. Nach seiner Rückkehr bestritt Abdul B. seine Ausreisepläne. Auf seinem Handy fanden Ermittler später jedoch ein Video, in dem er dem sogenannten Islamischen Staat die Treue schwört.