Flughafen München
Abschiebeterminal wird größer als geplant
Das Abschiebeterminal der Bundespolizei am Münchner Flughafen wird offenbar wesentlich größer als angenommen. Das Gebäude soll statt den ursprünglich geplanten 4.000 Quadratmetern nun eine Grundfläche von 4.860 Quadratmetern haben. Von 2028 an sollen täglich bis zu 100 Menschen von hier abgeschoben werden.
Das Terminal wird von der Flughafenbetreibergesellschaft FMG gebaut, der Bund wird für die Nutzung jährlich 4,2 Millionen Euro Miete bezahlen. Der Standort liegt allerdings außerhalb des genehmigten Flughafengeländes auf einem Gebiet, das zu der Stadt Freising gehört. Aus der Stadt kommt Widerstand an den Bebauungsplänen.
Kritik an dem Projekt und den Dimensionen kam auch von der Initiative „Keine Abschiebehauptstadt München!“ Die Sprecherin der Initiative Andrea Stickel stellte in Frage, warum trotz sinkender Einreisezahlen ein so riesiges Abschiebeterminal gebaut werden müsse.