Entsetzen über Video
AfD lässt Migranten in Gelsenkirchen putzen
Ein Video, das von der AfD-Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias aus Gelsenkirchen auf Instagram veröffentlicht wurde, sorgt für Entsetzen. Das Video zeigt, wie eine Gruppe von rund zehn AfD-Politiker:innen mit Besen und Kehrblech durch den Stadtteil Ückendorf zieht und lautstark Anwohner:innen mit Migrationshintergrund dazu auffordert, die Straße zu putzen. Betroffen waren vor allem Sinti und Roma. Einige von ihnen kamen offenbar aus Angst der Forderung nach.
Pfarrer Markus Pottbäcker aus Gelsenkirchen kritisierte das Vorgehen der AfD scharf und bezeichnete es als Tabu-Bruch. Es sei eine neue Dimension der Einschüchterung. Auch Karim Fereidooni, Rassismusforscher an der Ruhr-Universität Bochum, sieht in dem Video eine neue Strategie der AfD und prangert Parallelen zum NS-Regime an: „Die öffentliche Demütigung gab es schon mal. Von 1933 bis 1945 wurden etwa Sinti und Roma oder Juden auch gezwungen, vor der Haustür zu kehren und dann wurden sie deportiert. Die Botschaft lautet: 'Ihr seid nirgendwo sicher.'“