Bericht

Amnesty International: Wenige Länder treiben weltweite Zahl der Hinrichtungen in die Höhe

Quelle: Deutschlandfunk Nachrichten
Amnesty International: Wenige Länder treiben weltweite Zahl der Hinrichtungen in die Höhe
Bildquelle: World Coalition Against the Death Penalty from Paris, France, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Nach einem aktuellen Bericht von Amnesty International ist die Zahl der vollstreckten Hinrichtungen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent angestiegen und damit auf dem höchsten Stand seit 1981.

Die rund 2.700 dokumentierten Fälle des vergangenen Jahres seien zudem nicht vollständig. Aus China, Vietnam und Nordkorea gebe es keine belastbaren Zahlen über Exekutionen.

Besonders groß sei der Anstieg im Iran mit 2.159 hingerichteten Menschen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Zudem gab es auch einen Anstieg der Hinrichtungen in Saudi-Arabien (356), den USA (47), Singapur (17), Ägypten (23) und Kuwait (17). Hinrichtungen wurden zudem noch in zehn weiteren Ländern vollstreckt.

Die Todesstrafe ist in zwei Dritteln aller Länder gesetzlich oder in der Praxis abgeschafft. In Europa und Zentralasien gab es keine Hinrichtungen, auf dem amerikanischen Kontinent lediglich in den USA und in Afrika in nur drei von 54 Staaten.

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