Rüstung
Anleger werden bei Rüstungsaktien vorsichtiger
Der Rüstungsboom in Deutschland hält an, an der Börse ist die Stimmung mittlerweile aber verhaltender. Das zeigte der Börsengang des Salzgitterer Unternehmens SMAG, dessen Aktie mit 35 Euro deutlich unter dem Ausgabepreis von 46 Euro startete. SMAG baut mobile Antennenmastsysteme für militärische Einsätze und sieht sich inzwischen fast vollständig als Rüstungsunternehmen. Viele deutsche Traditionsfirmen bauen ihr Verteidigungsgeschäft aus, darunter Deutz, Mercedes-Benz, Schaeffler und Heidelberg Druckmaschinen. Fachleute bezweifeln jedoch, dass die Branche wegfallende Jobs aus der Autoindustrie ersetzen kann. Während Anleger bei klassischen Rüstungsaktien vorsichtiger werden, fließt weiter viel Geld in Start-ups wie Helsing. Der Münchner Drohnenhersteller sammelte 1,8 Milliarden Dollar ein und profitiert besonders vom Interesse an KI-gestützter Verteidigungstechnologie.