Mit Bestechung und Gewalt gegen die Opposition: Autokratischer Staatschef Vučić könnte abgewählt werden
Chancen für junge Opposition bei Parlamentswahl in Serbien
In Serbien finden am 25. Oktober Parlamentswahlen statt. Das Land wird seit 2012 von dem Autokraten Aleksandar Vučić geführt. Nach zwei Amtszeiten kann Vučić zwar als Präsident nicht wieder gewählt werden, plant aber offenbar, stattdessen als Ministerpräsident Kontrolle und Macht zu behalten.
Herausgefordert wird die Regierung dieses Mal von der Liste „Die Studenten siegen“, die von dem Medizinprofessor Ilija Srdanović geführt wird. Selbst regierungsnahe Umfragen sehen die Studentenliste aktuell bei 37 Prozent, rund 10 Punkte hinter der Vucić-Liste.
Die serbische Medienlandschaft besteht ähnlich wie in Russland größtenteils aus Staatsfernsehen, Sendern, Nachrichtenplattformen und Zeitungen, die von regierungsnahen Oligarchen kontrolliert werden. Im Juli 2026 kritisierte die Europäischen Union mangelnde Rechtsstaatlichkeit und „fehlende echte politische Debatte.“ Wahlbeobachter berichten über Stimmenkauf, Wahlmanipulation und Einschüchterung der Opposition.