Rüstung
Deutschland stärkt Einfluss auf Rüstungskonzern KNDS
Deutschland und Frankreich haben sich darauf geeinigt, dass der Bund beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS einsteigt. Nach einem geplanten Börsengang sollen beide Staaten jeweils 40 Prozent an dem Panzerbauer halten. Die Bundesregierung will sich damit mehr Einfluss auf ein Unternehmen sichern, das für die europäische Verteidigung eine wichtige Rolle spielt. Außerdem geht es darum, deutsche Produktionsstandorte und Sicherheitsinteressen abzusichern.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages muss der Vereinbarung noch zustimmen. Wie viel der Einstieg kosten soll, ist bisher nicht bekannt. KNDS baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2, Artilleriesysteme, Schützenpanzer und Munition. Der Konzern entstand 2015 aus Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter und beschäftigt heute mehr als 11.000 Menschen.