Millionen Beschäftigte betroffen

DGB beziffert Schaden auf 64 Milliarden Euro

Quelle: Tagesschau
DGB beziffert Schaden auf 64 Milliarden Euro
Bildquelle: unspalsh Kasiandra Richmond

Nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hat die Umgehung des Mindestlohns seit 2015 Schäden von rund 64 Milliarden Euro verursacht. Etwa 35 Milliarden Euro gingen Beschäftigten verloren, weitere 22 Milliarden den Sozialkassen und sieben Milliarden dem Staat durch entgangene Einkommensteuer. Im Schnitt sollen jährlich rund zwei Millionen Menschen weniger als den vorgeschriebenen Mindestlohn erhalten haben, häufig durch unbezahlte Arbeitszeit, falsche Abzüge oder manipulierte Arbeitszeiten. Der DGB fordert deshalb mehr Kontrollen und härtere Strafen. Arbeitgeberverbände zweifeln jedoch an der Genauigkeit der Berechnungen und verweisen auf mögliche Fehler bei Befragungsdaten. 2024 leitete der Zoll rund 6.200 Verfahren wegen möglicher Mindestlohnverstöße ein.