Kabinett-Chaos geht in nächste Runde

Die Ära Merz könnte schnell enden

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Die Ära Merz könnte schnell enden
Bildquelle: Staff Sgt. Micaiah Anthony, Public domain, via Wikimedia Commons

Seit dem Rücktritt von Jens Spahn vor weniger als zwei Wochen hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit einer Reihe an personellen Missgeschicken erhebliches Vertrauen in der eigenen Partei verloren. Besonders die überraschende Entlassung des ehemaligen Verkehrsministers Patrick Schnieder (CDU) und die Art und Weise der Kommunikation diesbezüglich sorgte in der CDU für Entsetzen.

Der Landesverband Rheinland-Pfalz, wo Schnieders Bruder Gordon der CDU-Ministerpräsident ist, sagte ein geplantes Treffen mit Merz ab. Zudem gab es offene und lagerübergreifende Kritik am Kanzler, verantwortlich dafür vor allem der miserable Umgang von Merz mit den eigenen Leuten. Auch die Kritik des ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärs im Gesundheitsministerium, Tino Sorge, wurde als Frontalangriff auf den Kanzler gewertet. Merz hatte Sorges Entlassung in Parteigremien und vor der Presse verkündet, anstatt ihm dies zuerst in einem persönlichen Gespräch mitzuteilen.

Lange galt in der Union, dass sich die Partei in Krisenzeiten geschlossen hinter die Führung stellt. Das verspielt Merz jedoch gerade, und damit auch seine Chance auf eine zweite Amtszeit, denn ohne Rückhalt aus den Ländern wird er seinen Spitzenposten nicht behalten können.