Migration
EU setzt Migrationspakt in Kraft
Nach jahrelangen Verhandlungen gelten in der EU die neuen Asylregeln des Migrationspakts. Die Reform soll Migration begrenzen, Verfahren ordnen und die EU-Staaten entlasten. Nach Zahlen von Frontex kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres deutlich weniger Menschen ohne gültige Papiere in die EU als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang liegt demnach bei 40 Prozent. Künftig sollen alle irregulär eingereiste Menschen einer einheitlichen Sicherheitskontrolle unterzogen werden. Auch ihre biometrischen Daten sollen in der Datenbank Eurodac gespeichert werden. Für Menschen mit geringen Chancen auf Asyl sind schnellere Verfahren an den EU-Außengrenzen vorgesehen. Kritiker warnen vor schlechten Bedingungen in den Einrichtungen, besonders für Kinder. Außerdem ist umstritten, wie solidarisch die EU-Staaten bei der Aufnahme oder finanziellen Unterstützung belasteter Länder handeln. Parallel diskutiert die EU weiter über Abschiebezentren in Drittstaaten.