US-Verteidigungsminister
Hegseth fordert Hinrichtungen in Guantánamo
Bei seinem Besuch in Guantánamo Bay hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die verbliebenen Häftlinge scharf angegriffen. Auf die Frage einer Journalistin sagte er, seiner persönlichen Meinung nach hätten sie wegen ihrer Verbrechen gegen das amerikanische Volk schon längst hingerichtet werden sollen. Das Gefangenenlager auf dem US-Stützpunkt in Kuba steht seit Jahren in der Kritik. Anfang 2025 saßen dort nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums noch 15 Menschen ein. Nur zwei von ihnen wurden bisher von Militärgerichten verurteilt, gegen sieben weitere laufen Verfahren. Menschenrechtler kritisieren, dass viele Häftlinge über Jahre ohne regulären Prozess festgehalten wurden. Auch Foltervorwürfe stehen seit Langem im Raum. Das Lager wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 errichtet. Frühere Versuche, es zu schließen, scheiterten unter anderem daran, dass sich keine Aufnahmeländer für die verbliebenen Häftlinge fanden.