Hitzetote
Hitze – die unterschätzte Gefahr
Ende Juni erlebte Europa eine bisher einmalige Hitzewelle. Nun gibt es erste nationale Zahlen: 5.200 Menschen starben in diesem Jahr bereits an den Folgen der Hitze, davon mehr als 4.000 allein in der letzten Juniwoche. Diese Rechnung berücksichtigt allerdings nur Daten bis zum 28. Juni. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Zahlen noch weiter steigen werden. Auch Spanien und Frankreich melden Tausende Hitzetote.
Besonders gefährdet sind alte und vorerkrankte Menschen, Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere, Übergewichtige und Pflegebedürftige, Obdachlose oder Menschen, die draußen arbeiten, sowie Menschen, die ihre überhitzten Wohnungen nicht ohne Hilfe verlassen können.
Das Robert-Koch-Institut rechnet ab einer wöchentlichen Durchschnittstemperatur von 20 Grad (gemessen tags und nachts) mit einem hitzebedingten Anstieg der Sterblichkeit. In der Woche der Hitzewelle zwischen dem 22. und dem 28. Juni lag die bundesweite Mitteltemperatur bei 26,6 Grad.