Zulagen im öffentlichen Dienst
Hohe Zulagen für Beamte sorgen für Kritik
Die Zulagen für Beamt:innen im öffentlichen Dienst sind im Vergleich zu Leistungen für Angestellte unverhältnismäßig hoch und undurchsichtig. Eine verbeamtete Lehrerin aus Köln mit drei Kindern erhält beispielsweise zusätzlich zu Gehalt und Kindergeld knapp 2.200 Euro Familienzuschlag im Monat, während eine angestellte Lehrerin in gleicher Lage keinen Zuschlag bekommt. Neben Kinderzulagen gibt es unzählige weitere Sonderzahlungen, etwa Jubiläumsprämien, Ortszulagen, Hauptstadtzulagen und Anreize für Stellen auf dem Land. Auch aufgrund der Intransparenz dieser Leistungen für Beamt:innen sollten solche Zulagen weitgehend abgeschafft werden. Stattdessen wäre ein faires und transparentes Grundgehalt politisch und gesellschaftlich vertretbarer und nachvollziehbarer. Zulagen sollten nur in Fällen gerechtfertigt sein, in denen klare Gründe vorliegen, etwa für Wochenenddienste, Feiertagsarbeit oder Auslandseinsätze.