US-Einwanderungsbehörde
ICE-Polizist erschießt Mexikaner in Houston
Am Dienstagmorgen wurde ein 52-jähriger Mexikaner in Houston, Texas von der US-Einwanderungsbehörde ICE getötet. Bei dem Opfer handelt es sich um Lorenzo Salgado Araujo, der seit 35 Jahren in den USA lebte und arbeitete. Salgado Araujo wurde von ICE-Beamten während einer Fahrzeugkontrolle erschossen. Nach Angaben von ICE habe er sich illegal in den USA aufgehalten, und sich geweigert, den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten. Laut der Behörde habe der Mann sein Fahrzeug als Waffe eingesetzt, um einen der ICE-Polizisten zu überfahren. Der Vorfall wird vom Ministerium für Innere Sicherheit untersucht, dem auch ICE unterstellt ist.
Es handelt sich um den ersten tödlichen Vorfall mit Beteiligung von ICE-Polizisten, seit im Januar in Minneapolis die beiden US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen worden waren. Auch damals hatten die Behörden umgehend behauptet, es habe sich um Notwehr gehandelt. Zahlreiche Videoaufnahmen widerlegten diese Darstellung der ICE-Beamten jedoch.
Die New York Times berichtet, dass Bundespolizisten bei Einwanderungskontrollen seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit auf mindestens 21 Menschen geschossen haben. Fünf Personen wurden getötet, darunter drei US-Bürger. In vielen Fällen wurde den Opfern vorgeworfen, mit ihrem Fahrzeug Bundespolizisten angegriffen zu haben.