Streit um Familienpolitik
JU-Chef kritisiert geplante Kürzungen beim Elterngeld
Der Vorsitzende der Jungen Union Johannes Winkel hat die Sparpläne der Bundesregierung beim Elterngeld scharf kritisiert und die CDU vor einem Vertrauensverlust gewarnt. Anlass sind Überlegungen von Familienministerin Karin Prien, im Zuge der Haushaltskonsolidierung 2027 rund 350 Millionen Euro beim Elterngeld einzusparen. Winkel bezeichnete mögliche Kürzungen angesichts des demografischen Wandels als widersprüchlich und warf der Politik vor, junge Familien seit Jahren zu benachteiligen. Das Elterngeld habe seit seiner Einführung 2007 wegen fehlender Anpassungen an die Inflation deutlich an Wert verloren, während die Renten stark gestiegen seien. Der JU-Chef sieht darin ein falsches Signal für Familienpolitik und warnte, die CDU riskiere damit ihren Ruf als Familienpartei.