Steuerentlastung?
Klingbeils Steuerpläne entlasten weniger als versprochen
Die geplante Steuerreform von Union und SPD soll kleine und mittlere Einkommen entlasten, doch neue Berechnungen zeigen ein anderes Bild. Finanzwissenschaftler Frank Hechtner kommt für die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu dem Ergebnis, dass viele Beschäftigte aufgrund steigender Sozialausgaben ab 2028 weniger Nettoeinkommen haben könnten als heute. Ein kinderloser Single mit 3.000 Euro brutto im Monat hätte 2028 demnach neun Euro weniger im Jahr.
Bei höheren Einkommen fällt das Minus deutlich größer aus. Familien und Alleinerziehende sind wegen höherem Kindergeld und Kinderfreibetrag etwas besser gestellt, oft bleibt aber nur eine geringe Entlastung übrig. Zusätzlich könnte ab 2028 ein neuer Beitrag für die geplante Kapitalrente hinzukommen. Auch das Institut der deutschen Wirtschaft kritisiert, dass die kalte Progression nur teilweise ausgeglichen werde.