Riskante Immobilienfonds im Fokus
Krankenkassen verlieren weitere Millionen
Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben mit riskanten Immobilienfonds offenbar weitere Millionen verloren. Allein die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe investierte 40 Millionen Euro in Verius-Fonds, bei denen inzwischen ein Totalverlust droht. Zusammen mit bereits bekannten Fällen summieren sich die Verluste auf knapp 220 Millionen Euro. Insgesamt sollen 28 Kassen und Vereinigungen sogar mehr als 500 Millionen Euro investiert haben. Besonders brisant ist, dass die Fondsprospekte ausdrücklich vor hohen Risiken warnten. Gleichzeitig hatten Gutachten von Kanzleien und Wirtschaftsprüfern die Anlagen grundsätzlich als zulässig eingestuft. Mehrere betroffene Einrichtungen klagen inzwischen gegen die Finanzunternehmen hinter den Fonds. Nun müssen Gerichte klären, ob die Kassen getäuscht wurden oder selbst zu große Risiken eingegangen sind.